Baumnetz in der Breitbandkabeltechnik

BaumnetzDas Baumnetz ist in der Breitbandkabeltechnik eine weit verbreitete Netzstruktur in Mehrfamilienhäuser.

In einem Mehrfamilienhaus verläuft vom Übergabepunkt (Punkt 1 in der Skizze) ein Breitbandkabel (Koaxialkabel bzw. Koaxkabel) zum Verstärker. (Punkt 2 in der Skizze). Von dort aus geht das Kabel in der Regel zu einem Verteiler (in der Skizze als schwarzes Rechteck dargestellt). Hinter dem Verteiler wird auf der linken Seite des Mehrfamilienhauses die erste Anschlussdose angeschlossen (1. OG links auf der Skizze). Von dort aus geht es weiter zur zweiten Wohnung (2. OG der linken Seite des Wohnhauses) und danach hoch zum 3. OG auf der linken Seite.

Auf der rechten Seite des Mehrfamilienhauses ist das gleiche System zu erkennen. 

 

Schnell wird klar:

Im Baumnetz sind die Kabelanschlussdosen in einem Mehrfamilienhaus in Reihe geschaltet. Das heißt: Alle übereinander liegende Wohnungen werden mit einem gemeinsamen Kabel angeschlossen. 

Vorteil von einem Baumnetz in der Breitbankkabeltechnik:

Der Vorteil eines Baumnetzes ist die einfache und kostengünstige Installation innerhalb eines Gebäudes. Man benötigt im Vergleich der anderen Hausnetz-Strukturen weitaus weniger Kabel. Dies dürfte aber auch der einzige Vorteil von einem Baumnetz sein.

Nachteil von einem Baumnetz in der Breitbandkabeltechnik:

Generell ist ein Baumnetz seit der Installation schon ein paar Jahre alt. (Wurde meißt in den 80er und 90er Jahren installiert.) Aufgrund des Alters und den seiner Zeit benutzten Kabel (geringere Schirmung) ist die Gefahr einer elektromagnetischen Einstrahlung (z. B. durch DVB-T Einstrahlung) in einem Baumnetz recht hoch. Eine Störung betrifft oft mehrere Wohnungen gemeinsam. (Störung auf dem linken Strang vom 1. OG bis zum 3.OG unserer Skizze). Bei einer Störungsbeseitigung müssen in der Regel alle betroffenen Mieter, die an einem Strang angeschlossen sind, anwesend sein, um jede einzelne Wohnung zu prüfen und/oder die Störung zu beheben.